Bistum Coroatá, Staat Maranhao, Brasilien, Weihe der
Kathedrale, Informationen

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Katholische
SozialLehre
Catholic Social Teaching
Autor: Ernst Leuninger |
Thema
der Seite:
Bistum Coroatá, Staat Maranhao, Brasilien, Weihe der
Kathedrale, Informationen |
| Bericht der Reise nach Bericht
einer Reise vom 15. 15. Oktober nach Coroatá,
Staat Maranhao Brasilien, zur Weihe der dortigen Kathedrale
Der Bischof franz Kamphaus hatte mich (Ernst Leuninger) gebeten,
mit Weihbischof Pieschl der Einladung von Bischof Reinhard Pünder zur Weihe seiner neuen
Kathedrale Folge zu leisten. Die Reise fand vom 15. 15. Oktober 2001 statt. Im
Folgenden ein kurzer Bericht. |
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Weihbischof Pieschl und Dr. Ernst Leuninger reisten nach Coroatá im
Nordosten Brasiliens im Staate Maranhao, dem ärmsten Gebiet Brasiliens zur Einweihung der
neuen Kathedrale. Dort ist Reinhard Pünder seit 23 Jahren Bischof. Er stammt aus unserem
Bistum und war Kaplan in Bad Schwalbach und Wiesbaden St. Dreifaltigkeit. Verwandte und
Freunde waren zu Besuch gekommen. (Gäste: 3. von links Bischof Reinhard, dann
Weihbischof Pieschl, Visitator Klose, Pfarrer Klee, E. Leuninger) |
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Wunderschönes Wetter würden wir in Deutschland sagen, der 21. Oktober
2001 versprach aber in Coroatá ein heißer Tag mit gegen 40 Grad Celsius im Schatten zu
werden, schon gegen 8.00 Uhr strömten die Menschen in die Kathedrale, etwa 1500 mit
Bussen von außerhalb. Zu Beginn des Gottesdienstes mit einer ortsüblichen Verzögerung
gegen 9.00 Uhr füllten 2000 Menschen die Kathedrale, etwa 1000 hielten sich in der
Vorhalle und im Umfeld auf. |
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Musikgruppen und Chöre gestalteten den äußerst lebendigen
Gottesdienst, die aktiver Beteilung des Volkes war in Singen und Beten beieindruckend.
Gerade auch das Engagement der Frauen war sehr groß. Man spürten das ein
Kirchenverständnis vom Volke her hier keine leere Formel ist. Rhythmisch gestaltete
Prozessionen geben dem ganzen ein eigenes Gepräge. |

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Der Titel der Kathedrale ist Nossa Senhora da Piedade
(Maria Schmerzen). Die alte Marienfigur mit dem toten Sohn auf dem Schoß stand immer
wieder im Mittelpunkt der Feier. Als Reliquie wurde eine Kreuzreliquie in den Altar
eingefügt. Sie wurde von der Kirche S. Croce in Gerusaleme in Rom gestiftet. Eine
Nachbildung der Limburger Kreuzreliquie ist das Altarkreuz. |
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Coroatá ist eine Stadt mit eiern Pfarrei von 50.000 Katholiken, 10.000
davon auf dem Land verstreut. Ständig entstehen neue Stadtviertel durch Landbesetzung
(Invasionen). Die Stadt macht den Eindruck, als sei sie überwiegend aus Lehmhütten
gebaut. Die Armut ist überall präsent. Der Finanzchef des Bistums verwaltet mit einem
Neupriester die Pfarrei, er ist aber außerdem noch Pfarrverwalter von Timberes einer
Nachbarpfarrei (etwa 70 km entfernt) mit nochmals 20.000 Katholiken. Die Dompfarrei hat
noch eine Filialkirche, die von einem Priester aus dem karitativen Bereich mitverwaltet
wird. Allein an Weihnachten waren im Dom 234 Taufen. Es gibt drei Schwesternkonvente, 6
Kapellen in der Stadt, 60 Basisgemeinden im Intereor (auf dem Land verstreut). Außer der
Regenzeit wirf täglich eine Basisgemeinde besucht und die Messe gefeiert. Schwerpunkte
der Arbeit sind Familie, Jugend, Katechese und Bildung. Viele Laien sind in Verantwortung
für diese Arbeit. |
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Bei ca. 350.000 Katholiken in 19 Pfarreien ist das die Situation im
Bistum, wie Bischof Pünder betonte. Er hat in 23 Jahren 13 Priester geweiht. Die
Berufungen nehmen aber zu, das sind ganz vorsichtige Hoffnungszeichen. Die Landpostoral
ist wichtig, es nehmen die kleinen Landbesitzer zu. Seit 1983 werden in Assembles
(Diözesanversammlungen) die Schwerpunkte bestimmt. Weitere Schwerpunkte sind Familie,
Katechese und Bildung, Gemeindebildung (auch Bildung von Gemeindegremien). Jugendarbeit
wird verstärkt angegangen. Dem dienen auch die Schulen und drei Kindergärten.
(Bild: die gesamte Kurie) |
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Wichtig ist auch die Arbeit eines karitativen Vereins mit seinen Faziendas
der Hoffnung für Straßenkinder und Drogenabhängige. Nicht nur hier ist deutsches
Personal und Geld involviert. Die deutsche Kirche und die deutschen Katholiken leisten
großartiges. Dort in Codo sind zwei Pallottinerinnen aus Limburg, Schwester Rita Lore
Wicklein (Ärztin) und Schwester Ephrem Lau. (Bild: Essen auf einer Fazienda mit
Gästen) |
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Kinder des Kindergartens Bad Schwalbach aus vielen Nationen hatten mit
Fingerabdrücken ein originelles Gastgeschenk für Coroatá
her gestellt, das Pfarrer Andreas Klee dem Bischof mit einer Spende überreichte. Der
Bischof war früher Kaplan in Bad Schwalbach gewesen. |
Im Bericht werden die Aufgaben deutlich, die sich dem Bistum Limburg in seinen
weltkirchlichen Bezügen stellen, es gilt aber auch zu lernen, was dort, z.B. in der
Drogenhilfe getan wird, aber nicht nur dort.
Das
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